Uiuiui...da habe ich aber mit der Aussage zu dem eigentlich sehr guten Interview wo der Klaus den Matthias erwähnt hat etwas losgetreten. Aber sehr Interessante Standpunkte, da wir wohl mit dem Verbrennerthema ein wunden Punkt getroffen haben.
Nur um 2 Sachen zu präzisieren: Ulf, ja ich finde es nahezu frech, wenn er es einerseits nicht schafft ein vorhandenes Kleinwagenmodel wirtschaftlich auf den Markt zu bringen und sich dann deshalb auch noch zu der Aussage hinreißen lässt: "dem (Citigo) weine ich keine Träne nach". Ob nun "verdammen" das richte Wort war, geschenkt. Viele Leute wollen E-Autos als günstigen Zweitwagen ausprobieren und ärgern sich, dass die kleinen mit zig tausend Kilometer auf der Uhr gebraucht immernoch nahezu Neupreis kosten sollen, das ist Teil des schlechten Images allgmein. Das belegt auch, der Markt wäre auch vor 2-3 Jahren da gewesen und man wäre der "Erste" in dem A-Segment gewesen. Aber klar er ist den Aktionären und dem Aufsichtsrat verpflichtet und die Strategie die bis dato alle gefahren sind: "erstmal E-Mittelklasse-SUV´s, nochmehr Hybrid-SUV´s und vielleicht mal eine E-Limosine, ansonsten wenn möglich Verbrenner" scheint halt betriebswirtschaftlich ne sicherere Bank zu sein. Das die Entwicklung dauert kann heute keine Ausrede mehr sein. Es muss halt ähnlich wie Elon mit dem E-Auto an sich, erstmal jemand kommen der das Gegenteil macht und belegt das es auch ginge. Aber da es gerade kein Parallelunviersum gibt wo das passiert, müssen wir wohl aus den Verkaufszahlen von Inster, EC3, R5 und Co demnächst abschätzen. Den Spring kann ich da irgendwie nicht als Maßstab nehmen.
Was das Festhalten an den Verbrennern betrifft würde ich schon mal ne Kiste böhmisches Pils wetten, dass es bei der Transformation zum E-Auto (meinetwegen ab 2015) ähnlich schnell gegangen wäre wie ab 1905 hin zum Verbrenner, also so ca. 30-50 Jahre für weite Teile der westlichen Welt bei gleichzeitigen imensen Wachstum (ja dort liefen auch die Kutschen über Jahrzente noch mit, schon klar). Bei gemeinsamen Willen - also auch mit wirtschaftlicher WIN-WIN Hilfe für die 2te und 3te Welt - wäre es theoretisch sogar so schnell wie bei den Tasten zu den Smartphones gegangen. Nur sind da Leute die am Tag ca. 2,5MRD $ mit Öl verdienen und das nicht so gut finden und nachweislich alles in Gang setzen um diese Transformation größtmöglich zu bremsen (Warum das E-Auto sterben musse etc.). Dass man Stromnetze und -Inseln nicht genauso gut, günstig und schnell aufbauen KANN wie Tankinfrastrukur ist längst wiederlegt. Was die neuen Patente für Vorkammerverbrennung und 6-Takt, etc. betrifft sehe ich das in der Umsetzung auch als ingeniertechnische Leistung, welche dennoch Realsatire bleibt.
Um noch etwas versönliches (nicht hoffnungvolles) zum Schluss zu sagen und damit würde ich es auch für mich dabei belassen, alle Geowissenschaftsleute die ich kenne, welche sich mit den Folgen des Carbon-Dingens näher beschäftigen, sagen: "its over". Insofern brauchen wir uns hier auch nicht darüber zoffen ob nun mehr Enyaqs es gerettet hätten, geniesen wir dieses gute Auto und zeigen den Zweiflern ohne Druck, dass E-Auto die bessere Alternative ist, hat ja bei Bertha Benz auch ganz gut geklappt, sagt jemand der einige Jahre 12Zylinder mit 40l Hubraum gefahren ist...

Viel wichtiger ist der Gesprächsfaden zwischn Klaus und Matthias...