Ich sehe da nicht, wie diese Lücke realistisch gestopft werden kann.
Das ginge (über den dummen Laiendaumen gepeilt) indem wir EEs mindestens vervierfachen und zumindest Speicherkapazität für eine Woche hätten. Völlig utopisch und nicht bezahlbar.
@jabbab : Die Lücke ist kleiner als gedacht.
Wenn man es realistisch betracht sind wir doch in Deutschland schon halb am Ziel.
2022: 50% Erneuerbare im Stromsektor.
Dabei kein einziger Tag UNTER 20%.
Sogar im Dezember, als es länger als eine Woche wenig PV/Wind gab, waren es immer über 20%.
Dass in Zukunft der Stromverbrauch durch Elektroautos immens ansteigen würde, ist ebenfalls ein Märchen der Fossillobby.
Allein die graue Energie, die zur Herstellung der Treibstoffe und Betriebsstoffe eines Verbrennungsmotors benötigt werden genügt, um den geringen Mehrbedarf an elektrische Energie zum Laden der Elektroautos zum Großteil zu decken.
Der Strombedarf für Elektroautos wird überschätzt. Denn mit dem Ende des Verbrennungsmotors sparen wir auch eine Menge Strom ein. Ein Gedankenexperiment.
Ich sehe da nicht, wie diese Lücke realistisch gestopft werden kann.
Das ginge (über den dummen Laiendaumen gepeilt) indem wir EEs mindestens vervierfachen und zumindest Speicherkapazität für eine Woche hätten. Völlig utopisch und nicht bezahlbar.
Wie gesagt, ich bin kein Fan der Fossilen und Atom mag ich auch nicht. Gerne alles grün oder dieser kleine Mr Fusion aus "Zurück in Die Zukunft". Nur egal was, zuverlässig funktionieren muss es und irgendwie bezahlbar sollte es auch sein.
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Kleiner Korrekturhinweis: Grundlast und Residuallast sind nicht dasselbe. Die Residuallast umfasst den Anteil der nachgefragten elektrischen Leistung (Last), welcher nicht durch fluktuierende erneuerbare Stromquellen abgedeckt werden kann. In deiner Grafik zählen also Biogas und Wasserkraft nicht zur Abdeckung der Residuallast, da sie hochverfügbar sind.
Was damit in der Grafik die Residuallast darstellt ist nur der graue Bereich (abzüglich Exporten).
Was in der Grafik nicht dargestellt wird: Der Anteil der Erneuerbaren an der Last.
Die Residuallast schwankte sehr stark im Dezember 2022, von 59 GW am 12.12.22 bis zu 1,1 GW am 31.12.22.
Das bedeutet, ab der dritten Dezemberwoche waren die Erneuerbaren sehr wohl in der Lage, einen Großteil der Last zu decken. In der letzten Dezemberwoche waren es sogar 75% Anteil Erneuerbare, Kraftwerke mussten aberegelt werden oder Strom exportiert werden. Damit wird eines klar: Die starken Schwankungen der Residuallast können nicht mehr von unflexiblen Kraftwerken wie Kohle- und Atomkraftwerken ausgeglichen werden. Stattdessen benötigen wir flexible Gaskraftwerke und Speichermöglichkeiten.
eine Verdopplung der EE? in welchem Zeitraum willst du das schaffen?
Der Zeitraum, um bisher im Stromsektor von 10% auf 50% Erneuerbare zu gelangen waren 20 Jahre, MIT Altmaierknick und CDU Bremser an der Regierung. Es sollte also in 10 Jahren möglich sein, von 50% auf 80% zu kommen. Auch auf diesem Planeten.
OK. ICH habe dann die Energiewende eben nicht verstanden. Dann frage ich mich nur, warum mein Arbeitgeber mich dann noch nicht rausgeschmissen hat.....
Vielleicht weil der Arbeitgeber immer noch in veralteten Denkmustern verhaftet ist?
Grundlast war schon immer ein unbestimmter Begriff, ist mit der Energiewende aber noch weniger relevant geworden. Der wichtige Term heisst Residuallast.
Energiewende - Was wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint? Wir brauchen doch Grundlast. Nein, brauchen wir nicht Das Argument Grundlast kannst du…
Was die thermische Sache angeht... womit wird wohl aus Kohle Strom gemacht, glaubst du die werfen die Kohle auf die Turbinen bis sie sich drehen?
Einzig beim Müllproblem gebe ich dir bedingt recht.
was aber niemand von euch angesprochen hat.
Stellt euch vor, nachts ist es windstill.
Woher kommt dann der Strom? Aus den nichtvorhandenen Speichern?
Aus stehenden Windkraftanlagen? Aus PV-Anlagen die auch im Dunkeln Strom liefern?
Wir benötigen Kraftwerke die die Grundlast liefern können!
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1. Die Grafik ist ein Durchschnittswert, stimmt zumindest nicht für deutsche Atomkraftwerke. Siehe das gute Video über die wahren CO2-Emissionen von Atomkraftwerken, da kommt PV/Wind besser weg:
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2. Bei den thermischen Kraftwerken gebe ich dir Recht, Kohlestrom ist natürlich noch klimaschädlicher. Das war aber nicht das Thema, es ging um Atomkraft vs. EE. 3. Woher kommt der Strom wenn es dunkel ist und kein Wind weht? Dazu gibt es viele Lösungsansätze, die eine fast vollständig fossilfreie UND atomstromfreie Stromerzeugen ermöglichen: Demand-Side-Management, Stromspeicher, Wärmespeicher, Power-to-Gas, etc.
Dass es noch keine Speicher gäbe ist übrigens falsch:
- Pumpspeicher sind schon Jahrzehnte vorhanden, tragen zum Tagesausgleich bei
- Stromspeicher als Hausspeicher sind aktuell schon massenweise vorhanden, mit Spitzenleistung von zwei Atomkraftwerken
- was bisher den großen kommerziellen Ausbau von Stromspeichern verhindert hat war die nicht vorhandene Überkapazität von Strom, dies wird in Zukunft immer interessanter für größere Stromspeicher
- allein die Batteriespeicher der E-Fahrzeugflotte wären ein riesiges Potential
- wer immer noch mit "Grundlast" argumentiert hat die Energiewende nicht verstanden
Und solange die nicht da sind, ist das Thema 100% EE ein weit von der Realität entfernter Pipedream.
Hier eine Woche aus dem letzten Dezember. Die Krümel unten im Diagramm sind alle EE zusammen (Wind, Wasser, Biogas, PV) , das graue die konventionellen Kraftwerke. Da bringen auch Tagesspeicher nichts. Und den Verbrauch um 80% reduzieren? Das Ergebnis möchte ich mir nicht ausmalen
Ohne saisonale Speichermöglichkeiten (die technisch nirgends in Sicht sind) braucht man konventionelle Kraftwerke weiterhin in fast ebensolchem Ausmaß wie ohne EE. Zu den Kosten für Kraftwerke und EE kommt der für EE notwendige Netzumbau. EE spart nur Brennstoffe ein, keine Fixkosten der anderen Kraftwerke. Somit wird das in Summe nur teurer.
Günstigen Strom wird es in D nie wieder geben.
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Sie betreiben Cherry-Picking.
Das dargestellte Diagramm zeigt EINE Woche im Jahr. Sicher, wir benötigen weiterhin die fossilen für 1-2 Wochen Dunkelflaute im Jahr. ABER: Dass wir weiterhin in ebensolchem Ausmaß wie bisher konventionelle Kraftwerke benötigen würden bei ca. 80-90% EE ist ein Märchen.
Und bei 50% EE sind wir ja bereits, da sollte eine Verdopplung der Kapazitäten kein großes Problem darstellen.
Atomstrom ist teuer, meines Wissens sogar der teuerste Strom von allem. Den einzigen Vorteil den er hat, er ist CO2 arm/frei.
Das Beispiel Frakreich zeigt eigentlich erst mal, wie hirnverbrannt es ist noch Atommeiler zu bauen. Was da bestimmte Parteien reitet, da so drauf zu pochen und von Stromerzeugungssicherheit zu sprechen, ist mir absolut Schleierhaft.
Dem kann ich zustimmen: Atomstrom ist Vergangenheit, nicht die Zukunft.
Ergänzungen:
In sämtlichen Nachbarstaaten (außer Polen) war der Strom an der Strombörse im Jahr 2022 TEURER als in Deutschland. Quelle.
Die Welt steigt gerade nicht in die Atomkraft ein, sondern baut solar und Wind massiv aus. Quelle.
Da die Frist für die Zulassung des Fahrzeugs bei mir im Januar ausläuft, und kein Auto in Sicht ist, habe ich die LBBW Bank als Förderinstitut um eine Fristverlängerung gebeten.
- Atomstrom sei umweltfreundlich (CO2-frei ist Atomstrom nicht, die Schätzungen gehen von 55 gCO2/kWh aus, was viel höher liegt als bisher angenommen)
- Atomreaktoren sind auch wenn sie 0% CO2 ausstoßen würden thermische Reaktoren, und erzeugen damit einen zusätzlichen Treibhauseffekt, im Gegensatz zu Wind/PV.
Nö warum? Wie gesagt, ich kann nicht erkennen wo es den Franzosen schlechter geht als uns.
Ich weiß, viele deutsche finden es scheinbar richtig gut das Energie jetzt so teuer ist während in anderen Ländern die Menschen auf die Straße gehen würden.
1. Den Franzosen geht es dahingehend schlechter, dass der Energieversorger über Smart-Meter den günstigen Strom z.B. nur nachts einschalten kann (z.B. für Thermen).
2. Den Franzosen geht es dahingehend schlechter, dass der Energieversorger aktuell (aufgrund fehlender Erzeuger) den Strom jederzeit komplett abschalten kann, über ein paar Stunden.
3. Den Franzosen geht es dahingehend schlechter, dass zwar Strompreise per Dekret niedrig gehalten werden, die immensen Kosten (unter anderm durch veraltete Atommeiler) von EDF getragen werden müssen, und daher ein riesiger Schuldenberg entsteht. -> Den darf der "Steuerzahler" wieder berappen.
4. Der Monopolist EDF deckt 86% der Stromerzeugung.
Was ist nun besser? Versorgungssicherheit vs. Stromkosten? Monopolist oder freie Märkte? Sauberen erneuerbaren Strom oder Abhängigkeit von Uran und Atommüllproblem?