Kann man so sehen....
Meine Rechnung:
- 5-80%, 57kWh geladen. Veränderung SoC +75%. Wenn man das hochrechnet kommt man auf eine Gesamtkapazität von 76kWh.
- 10-80% 54kWh geladen. Veränderung SoC +70%. Hochgerechnet 77kWh Gesamtkapazität.
Ja, ich weiß, die Ladeverluste. Aber jetzt mal ehrlich: Ist es das wirklich wert immer die gleiche Leier von wegen Betrug und was weiß ich nicht alles? Das Auto hat die versprochene Reichweite mit versprochenem Verbrauch. Mit ein wenig Toleranz passt auch so viel in den Akku, wie versprochen. Verbrauch und nachgeladene Menge decken sich auch fast.
Was genau ist das Problem?
Selbst wenn es einem egal ist, ob der Akku nur noch ca 90% SOH hat oder nicht, sollte man sich m.E. auch bei derartigen Themen nicht verschließen.
(Der Wagen hat laut Carscannerwerten gut 80 äquivalente Vollzyklen hinter sich...das ist zudem nicht gerade sehr viel)
Es kommt ja in der Praxis letztendlich nicht drauf an, um wieviel Ladeprozentpunkte gem. SOC der Akku-Energieinhalt beim Laden größer wird, sondern es kommt auf den absoluten Wert der Energie an, die in einer bestimmten Zeit geladen werden kann.
Anhand der Energie die aus der Batterie abgerufen werden kann ergeben sich die Reichweiten, nicht anhand des SOC. Im ganzen Video und auf dem Diagramm ist aber nur vom SOC als Bezug die Rede.
Noch ziemlich zu Anfang, kann man auf dem Carscanner-Display während der Ladung z.B. ablesen:
Energieinhalt der Batterie: 49575Wh, dazu den SOC von rund 72% (71,2% gem BMS/ 72,54% laut Display)
Daraus errechnet sich der maximale Energieinhalt der Batterie auf knapp 69kWh.
Und dieser Wert passt sehr gut zu den beiden Werten (76 und 77kWh) die du oben anhand der gelieferten kWh der Säule errechnet hast.
Diese durchschnittlich 76,5kWh ist die Gesamtenergie die von außen für eine komplette Vollladung aufgebracht und bezahlt werden muss.
Die 76,5kWh haben mit der Anzahl der kWh, die dir fürs Fahren zur Verfügung stehen, direkt nichts zu tun und die haben mit dem SOC der Batterie (der sich auf den Inhalt der Batterie bezieht) direkt ebenfalls nichts zu tun.
Wenn man dem Auto maximal 76,5kWh zu führen kann und der maximale Energieinhalt der Batterie 69kWh beträgt, sind halt rund 10% Verluste vorhanden. Ein völlig plausibler Wert.
Zitat
Verbrauch und nachgeladene Menge decken sich auch fast.
Wenn ein Unterschied von rund 10% für dich noch "deckt sich fast" bedeutet, dann ja.....
Von 5 bis 80% SOC wird der Energieinhalt von Speichers Batterie nur um knapp 52kWh erhöht.
Von 5 bis 80% SOC sollte der Energieinhalt aber um knapp 58kWh erhöht werden. Das sollten die Werte einer intakten, neuen Batterie sein. Das wären dann im SOC-Bereich von 5-80% rund 30km mehr, die man mit intaktem Akku schafft.
Die vom Werk versprochene Zeit für so eine Ladezustandserhöhung bezieht sich also auf knapp 58kWh netto und nicht auf knapp 52kWh, die mit Speichers Batterie anscheinend nur noch möglich sind.
Das wiederum heißt, dass die durchschnittliche Ladeleistung, wenn man von jeweils der gleichen Ladezeit ausgeht, bei intakten Batterien entprechend (um ca10%) größer sein muss.
Sonst geht es nicht.....
Auch wenn Kritik am Enyaq im Enyaq-Forum nie gut an kommt:
ja, ich finde den Hinweis auf den verringerten Energieinhalt des Akkus auch hier nicht unwichtig.
Wenn man von Minuten, Peakleistungen usw. für ein bestimmtes Auto berichten will, sollte man sicher stellen, dass man mit einem Akku testet, der den Werksangaben entspricht oder eindeutig darauf hinweisen, dass die Messungen sich auf einen Akku mit bereits deutlich geminderten Netto-Inhalt beziehen.
Ansonsten lohnt es nicht, sich über Details zu ereifern oder die eigenen Ladezeiten mit denen zu vergleichen, die das Werk angibt.