Beiträge von Stella

    Hallo Stella,

    danke für die Präzisierung.

    Macht das in der Netto-Energiebilanz einen wesentlichen Unterschied, ob die potentielle Energie durch Rekuperation wiedergewonnen wird oder ob das Bergab-Fahren zu einem Minderverbrauch führt?

    Ich schrieb das hauptsächlich deswegen, weil in der Folge um Wirkungsgrade der Rekuperation diskutiert wurde. Wenn von den 1,7kWh aber nur vielleicht 0,5kWh rekuperiert werden, wird der Wirkungsgrad immer vernachlässigbarer, da sie nur einen Teil der Energiemenge betrifft.

    Die potentielle Energie von 1,7kWh wird aber nicht gänzlich durch Rekuperation wiedergewonnen, eher nur ein Bruchteil davon.

    Wenn es z.B. über die gesamte Strecke von 112km ein konstantes Gefälle von 0,22% gäbe (ergibt dann 250 Höhenmeter), würde das Auto auf der ganzen Fahrt nicht rekuperieren, sondern schlicht weniger verbrauchen.

    Es wird also eine gemischte Kalkulation aus Rekuperation und Minderverbrauch sein und hier kann man dann von einem höheren Grad der "Energierückgewinnung" bzw. Nutzung der potentiellen Energie ausgehen als bei reiner Rekuperation.

    Wenn du dich da genauer auskennst, wäre ich dir über etwas insight dankbar. :)

    Hier mal die relevanten Daten meines Fahrzeugs aus dem digitalen Zertifikat:


    Screenshot_20250223_002826_Adobe Acrobat.jpg


    Verbrauchsangabe: 17,8kWh/100km

    WLTP-Reichweitenverbrauch: 15,28kWh/100km

    (77kWh / 5,04)

    Abweichung: 17,8 / 15,28 = 1,165

    Die Verbrauchsangabe liegt also um 16,5% über dem Wert, der zur Erreichung der Reichweite von 504km eingehalten werden müsste. Die Angabe von 17,8 beinhaltet aber eben auch die Ladeverluste.


    Zu den Ladeverlusten schreibt z.B. das Umweltbundesamt in seinem "Abschlussbericht Energieverbrauch von Elektroautos (BEV) (Projektnummer 1711964, FB001036)" folgendes:


    Screenshot_20250223_004205_Adobe Acrobat.jpg

    Also ist der Werkspuffer von 5kWh (82-77) ein genereller Batterieschutz und 3.1kWh (77-73.9) sind dem BMS als Schutzpuffer zugesprochen?

    Nein. Die 3,1kWh kannst du nutzen, indem du bei 0km Restreichweitenanzeige weiterfährst, denn das Auto bleibt dann nicht stehen. Darfst halt keine Reichweitenangst haben, wenn du das nutzen willst.

    Dass Reichweitenangabe und WLTP-Verbrauch nicht zusammenpassen (über die Rechnung der Nettokapazität) liegt daran, dass der WLTP-Verbrauch die Ladeverluste mit einbezieht, die Reichweitenermittlung aber nur über entnommende Energie aus der Batterie zustandekommt. Da braucht man keine Klageschrift vorbereiten...

    Für mich wären auf jeden Fall noch die Angaben des Verhältnisses AC- zu DC-Laden und die Standzeit mit hohem SoC interessant. Diese gehen aus den Angaben in #242 leider nicht hervor. Unter Berücksichtigung der Badewannenkurve (Degradation anfangs hoch, dann wenig, am Ende wieder hoch) halte ich die 90% aber nicht für zu problematisch. Zumal, wie schon gesagt, das Ergebnis nach einem Balancing bzw. Rekalibrierung des BMS auch noch höher ausfallen kann.

    Also ich denke die meisten nutzen die Server lediglich über die App. Die wenigsten dürften die Daten in einer Hausautomation einsetzen.

    Dazu fehlt den meisten die Affinität.


    Fragt mal in euren Nicht-Technik-Affinen Vereinen in eurem Umfeld wer so was nutzt..... Ich kann mir nicht vorstellen das das der Grund für die zeitweise auftretende Instabilität ist.

    Naja, der "normale" Kunde nutzt die App vielleicht 2x am Tag. Manche sicher tagelang gar nicht. Da kommt nicht viel Traffic zusammen. Und dann hast du einen HA-Anwender, der den Server alle 10 Sekunden anpingt. Ich denke, dass das ganz schwer einzuschätzen ist, welche Gruppe wieviel Traffic erzeugt.