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Skoda Enyaq 85 Reichweite und Verbrauch - Erfahrungen aus der Praxis
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Am Sonntag eine Tour gemacht zu Freunden, also zweimal identische Strecke bei komplett gleichbleibenden Witterung- und Temperaturverhältnissen über den ganzen Tag. Anteil an den je 112 km Fahrtstrecke waren 6 km Ortschaft und der Rest eben Autobahn.
Hin - Duisburg morgens (1 Grad) A3 nach Süden bis Neustadt/Wied. Temperatur schwankte von immer von 0-2 Grad. Erst paar Kilometer vor dem Ziel "rauf" in den Westerwald dann -2 bis Zielort. 2 Personen, Heizung ganzen Tag 18 Grad, Tempo 120 bis max. 130, Durchschnitt waren dann 97 km/h am Ziel. Verbrauch 21 kW/h auf den Kopp.
Zurück- Witterungsverhältnisse komplett gleich, nur ging es eben jetzt etwas mehr runter zurück in den Pott. Tempo annähernd gleich, allerdings max 120 km/h wegen sehr hoher Verkehrsdichte und bin einfach mitgeschwommen. Durchschnitt am Ziel dann 94 km/h. Verbrauch 17,9 kW/h.
Bin immer noch schockverliebt bei den Werten, auch im Winter.
Hallo MichaDu,
die Differenz im Verbrauch für Hinweg und Rückweg kommt ziemlich genau hin, wenn Du mal die Energie für die Höhendifferenz zwischen Duisburg (h ≈ 50 m) und Neustadt/Wied (h ≈ 300 m) ausrechnest mit E = m∙g∙h:
m ≈ 2.500 kg
g = 9,81 m/s²
Δh ≈ 250 m
E ≈ 6.131.250 J ≈ 1,7 kWh
Auf dem Weg nach Neustadt liefert die Batterie die Energie (1,7 kWh), auf dem Rückweg erhält sie diese Energie (zu 90-95%) zurück durch Rekuperation (ca. 1,5 kWh - 1,6 kWh).
Damit sind dann mindestens 3,2 kWh der Energiedifferenz erklärt.
Auf dem Hinweg hast Du benötigt: E_hin = 112 km * (21 kWh/100 km) ≈ 23,5 kWh.
Auf dem Rückweg hast Du benötigt: E_rück = 112 * (17,9 kWh/100 km) ≈ 20 kWh.
Der Unterschied beträgt 3,5 kWh.
Die verbleibende Differenz von 0,3 kWh ist auch bei ähnlichem Fahrverhalten nicht verwunderlich. Mit Gegenwind und Rückenwind für Hin- und Rückfahrt dürfte man sogar mehr erwarten. Vielleicht war es an dem Tag ja windstill oder der Wind kam von Westen oder Osten?
Quintessenz: Lieber den Berg hinunterfahren!
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Rekuperation liefert irgendwas zwischen 40% und 60%
Hallo KS@,
wo hast Du denn diese Information her? Ich würde Deine Aussage gerne überprüfen und bewerten, ob ich das so glauben/übernehmen und weitergeben kann. Meine eigene Erfahrung, also die Beobachtung des Energieverbrauchs bei meinem Eny, lässt mich daran eher zweifeln.
Danke und Grüße
Ikarus
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Im verlinkten Video von AMS/Bloch ab Zeitpunkt 30:30
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da habe ich mittlerweile auch schon mal von bis zu 70% gelesen und gerade das sollte der neue AP550-Motor vermutlich besser hinbekommen, als die alten Motoren.
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da habe ich mittlerweile auch schon mal von bis zu 70% gelesen und gerade das sollte der neue AP550-Motor vermutlich besser hinbekommen, als die alten Motoren.
Ich glaub der Motor hat bei der Rekuperation am wenigsten "zu tun" - ist eher eine Sache des BMS und der Batterie, die mit den Spitzen umgehen muss. Und da geht das dann genauso los, Ladestand, Temperatur, Dauer. Die ganzen kurzen Spitzen, wenn man mal nur bremst un der Balken kurz blau wird verpuffen vermutlich größtenteils, das senkt auch die Effizienz.
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Ich glaub der Motor hat bei der Rekuperation am wenigsten "zu tun" - ist eher eine Sache des BMS und der Batterie, die mit den Spitzen umgehen muss. Und da geht das dann genauso los, Ladestand, Temperatur, Dauer. Die ganzen kurzen Spitzen, wenn man mal nur bremst un der Balken kurz blau wird verpuffen vermutlich größtenteils, das senkt auch die Effizienz.
Und Rekuperation ist nicht nur gut. Alles was im Laufe der Lebensdauer eines E-Autos rekuperiert wird, zahlt auf die maximalen Zyklen im Leben einer Batterie ein. Oder anders ausgedrückt, nicht nur klassische Ladevorgänge an der Ladesäule verursachen die Degradation der Batterie, sondern auch die Rekuperation.
Ich will sagen, bei der Rekuperation ist immer stärker, immer mehr KW, immer höhere Spitzen nicht nur gut.
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Der Motor/Motorelektronik ist das entscheidende Teil bei der Rekuperation....
Der wandelt Bremsleistung in DC-Ladeleistung um.
Sonst keiner....weder die Batterie noch das BMS....
Aus "Sicht" der Batterie/BMS wird halt geladen.
Diesen Komponenten ist es egal, ob der Strom vom Motor oder von der Ladesäule bereit gestellt wird und auch bei der externen Ladung klappt das ab ca 1,4kW bis über 150kW.....
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Beim Rekuperieren hast du ja zwei mal die Verluste der Umwandlung. EInmal beim Speichern und dann wieder beim Entnehmen.
Die Zahlen die ich dazu kenne, gehen auch eher in die Richtung von 60%, die man am Ende dann auch tatsächlich nutzbar hat.
Hängt aber natürlich auch vom Antriebstrang an, der APP550 hat seine 96% Effizienz auch nicht in allen Bereichen.
Im Teillastbetrieb geht das dann schon eher Richtung 80%. Hinzu kommen die Verluste beim DAC-Wandler.
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