Alles anzeigenDie Batterietests dieser Spannungsmonitore und Apps kannst du vergessen. Die Aussagekraft ist gleich 0. Die 15V Peak- und 13V Erhaltungsspannungen bringen die Teile komplett durcheinander.
Bei dir sieht man im letzten Diagramm auch schön, dass die Spannung (grob geschätzt) um 0,3V / 24h abfällt. Drops in Richtung 12V gibt es auch mehrere.
Es ist wirklich fraglich, was da a) kontinuierlich im Enyaq die Batterie ausnuckelt und weshalb b) teils in kürzester Zeit so viel aus der Batterie gesaugt wird und die Spannung richtig in die Knie geht.
Ob das so sein soll? Der Enyaq sollte eigentlich nach spätestens 2h den Ruhezustand / die Busruhe erreicht haben. Voraussetzung dafür ist aber, dass in Summe nicht mehr als 40mA von irgendwelchen Verbrauchern/Komponenten konsumiert werden.
Eigentlich gibt es eine sehr schöne Anleitung von VW (gibt es bestimmt auch für Skoda), wie man den Verbrauchern auf die Spur kommen kann. Aber die Zeit nimmt sich vermutlich niemand in der Werkstatt, weil das keiner bezahlt.
Die Beurteilungen dieser Geräte kann man vergessen, aber darum geht es hier ja nicht.
Die Aufzeichnungen sind gut und für das Geld kann man m.E. nicht mehr erwarten.
(Leider hat das bordseitig vorhandene Messgerät, welches sich am Minuspol der Batterie befindet, keinen zusätzlichen BT-Lese-Zugang und keine Möglichkeit längerer Aufzeichnungen von Spannung, Strom und Temperatur......)
Noch besser wären die Datenlogger, wenn feiner aufgelöst werden könnte. Ein BM2 hat z.b. 2 Minuten Messabstand. Bei 15sec Messabstand würde schon deutlicher zu erkennen sein, dass z.b. bei mir, auch die kleinste "Aufweckung" rund 3 Minuten dauert.
Danach ist normal bereits wieder Busruhe, sofern man das anhand der Spannung beurteilen kann.
Die kleinste Aufweckung (z.b. durch einen BT-OBD-Dongle...) hat nach meinen bisherigen Beobachtungen übrigens mindestens ca 6-7A maximalen Stromfluss zur Folge.
Das ist schon eine Menge in Relation zu der kleinen (ca 50Ah) EFB-Blei-Starterbatterie.
Als Vergleich:
Mein Skoda Yeti 1,4TSI hatte bei eingeschalteter Zündung (ohne Gebläse, Licht usw.) nur ca 8A.....und auch bei dem ging die Bordspannung bei der Belastung, trotz intakter, generell zu 80% geladener 68Ah-AGM-Batterie, relativ schnell Richtung 12,3V und weniger.
Der Ruhestrom bei (eigentlicher) Busruhe ist m.E. bei den meisten nicht das Problem und von daher macht auch die Messung des normalen Ruhestroms keinen größeren Sinn.
In jedem Fall trägt sie m.E. nicht zur Lösung des Problems bei.
Das letzte Bild von encc zeigt es ja deutlich:
Dort ist der Spannungsverlauf bei Busruhe ohne Aufweckungen über rund 4 Tage zu sehen. Wenn der Spannungsverlauf in Teilen (zu Anfang ist der Spannungsfall ja grundsätzlich etwas größer usw.) so oder so ähnlich aussieht, wie auf diesem Diagramm, ist der Ruhestrom im "normalen" Rahmen.
Wenn es so aussieht braucht man eigentlich keine zusätzliche Ruhestrommessung mehr.....
Ob der Ruhestrom z.b. real nun 10 oder 30mA beträgt, spielt keine ernsthafte Rolle.
Das Problem sind z.Teil längere Aufweckungen, die halt mindestens 6A Strom (es können aber durchaus auch 20A sein...) bedeuten.
Wie auf dem Bild von Hairy Potter zu sehen:
Eine Aufweckung um ca 13 Uhr zieht die Spannung auf fast 12V herunter (in dem Zeitabschnitt wäre es z.b. schön, wenn man den Spannungsverlauf höher aufgelöst sehen würde) und die Batterie bleibt, ebentuell über sehr viele Stunden auf einem relativ niedrigen Spannungsniveau von, in diesem Fall, rund 12,5V.
Wenn Aufweckungen öfter vorkommen, kann das, vor allem im Winter, zum Problem werden.
Ziel müsste es sein:
Die Anzahl der (ich sage mal: vom Fahrer nicht direkt verursachten) Aufweckungen zu minimieren.
Die jeweilige Mindest-Dauer von Aufweckungen zu verringern
Den Strombedarf, zumindest bei reiner Datenabfrage (= ca 6-7A...) zu verringern.
Die Bord-Spannungsüberwachung etwas zu "entschärfen"
Die Nachladung rechtzeitiger zu veranlassen.
Den letzten Punkt zeigt das letzte Bild von encc deutlich:
Es kann doch nicht sein, dass angeschaltetes Standlicht (oder sonstige Verbraucher, die der Nutzer aktiviert hat) die Spannung so weit herunter ziehen kann, ohne dass das Fz per HV automatisch nachlädt....
Wenn man Zubehör an der 12V-Steckdose angeschlossen hätte, würde es prinzipiell nicht anders aussehen.
ich habe ein Fz mit i.d.R. mehreren kWh-E-Energie an Bord und setze mich bei aktiven 12V-Verbrauchern, zumindest im Winter, trotzdem der Gefahr aus, dass das Auto danach nicht mehr vollstänig funktionsfähig ist (12V-Limitüberschritten...) und im schlimmsten Fall nicht mal mehr startet?
Das kann es m.E. nicht sein....